RGOW 2/2017: Islam in Zentralasien und Südosteuropa

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In Zentralasien und Südosteuropa spielt der Islam auch zunehmend in der Politik eine Rolle. In Zentralasien propagieren die Regierungen eine staatlich kontrollierte Form der Religion und underdrücken systematisch alle davon abweichenden Formen. Den zentralasiatischen Regimen dient so die immer wieder beschworene Gefahr des islamistischen Extremismus als Mittel zur Selbstlegitimation und zur Ablenkung von eigenem Versagen. Aber der Islam kann auch als außenpolitisches Instrument zur Vergrößerung des Einflusses in anderen Regionen dienen, beispielsweise in der türkischen Außenpolitik. Neben der Religionszugehörigkeit verweist die Türkei in Zentralasien auf ihre Verwandtschaft zu den Turkvölkern, während sie in Südosteuropa die gemeinsame osmanische Geschichte beschwört. Allerdings drückt sich dies nicht unbedingt in engen wirtschaftlichen Beziehungen aus, sondern in der Präsenz der Türkei im Kultur- und Bildungsbereich.

 

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Leseprobe:
Xhabir Hamiti: Islam in Kosovo. Aktuelle Lage und Zukunft

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