Sozialzentren

In der Uralregion unterstützen die beiden Sozialzentren des Vereins „Insel der guten der Hoffnung“ jährlich über 30.000 bedürftige und ältere Menschen. 18 Mitarbeitende in den Industriestädten Revda und Pervouralsk beraten bei juristischen Problemen und bei Fragen der Gesundheitsfürsorge. Zudem betreuen sie eine Kleiderabgabestelle und organisieren materielle und medizinische Hilfe für Notleidende in der Region. Kulturelle und gesellige Anlässe bieten Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, ihre Isolation zu überwinden. Viele Anlässe finden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen statt, wodurch sich die Generationen kreativ begegnen und austauschen können.

Projektziele
Die beiden Sozialzentren unter der Leitung von Valentina Fesetschko haben zum Ziel, die soziale Ausgrenzung und Vereinsamung älterer, behinderter, kranker und arbeitsloser Menschen zu überwinden. Das Sozialzentrum in Revda berät bei juristischen Fragen und hilft im Kontakt mit den Behörden. Zudem veranstaltet das Zentrum jährlich rund 800 Anlässe für Senioren und leistet Hilfestellung in Notsituationen. Für die Bevölkerung in den umliegenden Dörfern, die in extremer Armut lebt, werden Hilfsaktionen organisiert. Das Sozialzentrum in Pervouralsk bietet neben einem Spitex-ähnlichen Hausdienst physiotherapeutische Hil-fe sowie Gesundheits- und Fitness-trainings an. Ziel der in beiden Zentren bestehenden sog. Gesund-heitsschulen ist es, den Seniorinnen und Senioren zu vermitteln, wie sie sich aus eigener Kraft gesund und fit halten können. Daran beteiligen sich kostenlos lokale Ärzte und Kliniken.

Sozialer Hintergrund
Die Uralregion zählt zu den strukturschwachen Gebieten in Russland. Ein Drittel der Bevölkerung der beiden Städte Revda und Pervouralsk (insgesamt ca. 210.000 Einwohner) ist im Pensionsalter. Aufgrund der mageren Renten sind viele Rentner auch im Alter gezwungen zu arbeiten, auch wenn sie gesundheitlich kaum dazu in der Lage sind. In Folge der aktuellen Wirtschaftskrise steigen die Preise für Alltagsprodukte kontinuierlich, so dass immer mehr Menschen in relativer Armut leben. Eine Folge davon ist die Ausgrenzung und Vereinsamung älterer und kranker Menschen. Die lokalen Behörden haben zu wenig finanzielle Mittel zur Lösung der sozialen Probleme oder sind damit überfordert.

Projektbewertung
Die Sozialzentren in Revda und Pervouralsk sind Leuchttürme des sozialen und kulturellen Lebens in einer ansonsten eher vernachlässigten Region. Sie leisten älteren und bedürftigen Menschen wichtige Unterstützung, ermuntern sie zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. So wirken viele Senioren heute selbst als Freiwillige bei der Organisation von Anlässen und Hilfsaktionen für andere Bedürftige mit.

„Weit über 1000 Menschen nehmen allein jeden Monatan unseren Veranstaltungen teil. Viele bitten um Rat in Renten- und anderen juristischen Fragen."
Valentina Fesetschko, Leiterin der Sozialzentren

Projektinformation auf einen Blick: pdfFlyer
Projektberichte