Polen: Altprimas Kardinal Glemp verstorben
Nach langer Krankheit ist der frühere Primas der katholischen Kirche in Polen, Kardinal Józef Glemp, am 23. Januar verstorben.
Nach langer Krankheit ist der frühere Primas der katholischen Kirche in Polen, Kardinal Józef Glemp, am 23. Januar verstorben.
Wegen einer schweren Krebserkrankung ist Erzbischof Gabriel (De Vylder) von Komana, das Oberhaupt des „Erzbistums russisch-orthodoxer Kirchen in Westeuropa – Exarchat des Ökumenischen Patriarchats“ mit Sitz in Paris, am 15. Januar von seinem Amt zurückgetreten.
Die Orthodox Church in America (OCA) hat ein neues Oberhaupt: Das All-Amerikanische Konzil, die oberste legislative und administrative Körperschaft der OCA, hat an seiner 17. Außerordentlichen Vollversammlung am 13. November Erzbischof Tichon (Mollard) von Philadelphia und East-Pennsylvania zum Nachfolger von Metropolit Jonah (Paffhausen) ernannt, der auf Druck des Hl. Synods am 6. Juli zurückgetreten war (s. RGOW 9/2012, S. 7 f.). Das Konzil, das sich aus den amtierenden Bischöfen, Klostervertretern, Priestern und aus den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen gewählten Laien zusammensetzt, tagte in der größten Kirche der OCA, der Hl. Dreifaltigkeits-Kirche in Parma/Ohio. Von den insgesamt 663 Delegierten waren 590 stimmberechtigt, die übrigen nahmen als Beobachter teil.
Die Konzilsteilnehmer legten dem Hl. Synod zwei Nominationen vor: Bischof Michail (Dahulich) von New York, der 355 Stimmen auf sich vereinigen konnte, und Erzbischof Tichon, für den 317 Delegierte stimmten. Die eigentliche Wahl fand im Altarraum hinter geschlossenen Türen statt und wurde vom Hl. Synod im Rahmen eines Gebetsgottesdienstes entschieden. Nach Bekanntgabe der Wahl bekleidete Bischof Melchisedek (Pleska) von Pittsburgh das neue Oberhaupt in einer kurzen Zeremonie und überreichte ihm eine zweite Panhagia – eine Ikone der Gottesmutter in Medaillonform als Symbol der Kirche und des Bischofsamtes – zum Zeichen seiner neuen Würde.
Das neue Oberhaupt der OCA heißt mit bürgerlichem Namen Marc Mollard. Der gebürtige Amerikaner konvertierte 1989 mit 23 Jahren zur Orthodoxie, absolvierte 1993 das theologische Seminar Hl. Tichon in South Canaan/ Pennsylvania, wurde später dort Dozent und Rektor. 1995 wurde er Mönch, kurz darauf Priester. 2004 wurde er zum Bischof geweiht, im Mai 2012 wurde er Erzbischof. Mit 46 Jahren ist er der jüngste der Bischöfe der OCA, und mit seiner Wahl verbindet sich die Hoffnung, dass sich das kirchliche Leben der OCA nach zahlreichen Krisen unter seinen Amtsvorgängern wieder normalisiert.
Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hat bei seinem Pastoralbesuch der Eparchie Stavropol im Nord-Kaukasus vom 12. bis 14. Dezember die muslimischen Geistlichen der Region zur Zusammenarbeit aufgerufen.