Leitender Bischof der lutherischen Kirche in Polen muss zurücktreten

An der Synode der lutherischen Kirche in Polen am 19. April 2009 wurde dem Leitenden Bischof, Janusz Jagucki, im Rahmen einer Abstimmung das Vertrauen entzogen. Der Chef der Historischen Kommission der Kirche, Czes?aw Cie? lar, hatte zuvor in der polnischen Nachrichtenagentur PAP dargelegt, dass Bischof Janusz Janucki zur kommunistischen Zeit 17 Jahre lang als Informeller Mitarbeiter (Chiffre: «Janusz ») mit dem polnischen «Sicherheitsdienst » zusammengearbeitet hatte

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Tschechien: Kündigung für kirchliches Asylhaus

Das Asylhaus «Spole?nou cestou» («Gemeinsam unterwegs») in der Prager Südstadt gehörte mit 65 Plätzen zu den größten Häusern dieser Art in der ganzen Tschechischen Republik. Seit 1997 wurde hier jährlich rund hundert Müttern mit ihren Kindern sowie ganzen Familien ein Schutzraum geboten. Rund die Hälfte der Einwohner des Asylhauses sind Roma, sozial gesehen die am meisten gefährdete Gruppe der Bevölkerung.

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Metropolit Jonah will die Orthodox Church in America gründlich reformieren

Das Oberhaupt der «Orthodox Church in America» (OCA), Metropolit Jonah (Paffhausen, *1959), kündigte Ende Februar gegenüber dem Informationsbulletin des ÖRK, ENI, «eine gründliche interne Reform» seiner Kirche an: Die OCA hatte mit der Wahl von Metropolit Jonah im November 2008 (s. G2W 2/ 2009, S. 10f.) einen Schlussstrich unter eine jahrelange schwere interne Krise gezogen, die von Amtsmissbrauch und Korruptionsskandalen geprägt gewesen war (s. G2W 12/2008, S. 11).

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Patriarch Kirill bei Ministerpräsident Vladimir Putin

Am 2. April suchte Patriarch Kirill (Gundjajev) den Ministerpräsidenten Russlands, Vladimir Putin, auf und erstattete ihm Bericht über die erste Sitzung des Hl. Synods unter seiner Leitung am 31. März. Der Patriarch informierte den Regierungschef über die «Restrukturierung der Kirchenleitung » und die Gründung einer Reihe von Synodalabteilungen.

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Bosnien-Herzegowina: Interreligiöser Rat kritisiert Gesetzesentwurf zur Restitution

Ende Februar tagte in Sarajevo der 1997 gegründete Interreligiöse Rat von Bosnien-Herzegowina zum 50. Mal. Er setzt sich aus Vertretern der vier traditionellen Glaubensgemeinschaften im Land (Islamische Gemeinschaft, Serbische Orthodoxe Kirche, römischkatholische Kirche sowie Jüdische Gemeinschaft) zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand der jüngste Entwurf zum sog. «Denationalisationsgesetz», mit dem die Restitution von während der kommunistischen Zeit konfisziertem Eigentum geregelt werden soll.

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Rumänien: Verliert die Griechisch-katholische Kirche erneut ihren Besitz?

Die Griechisch-katholische Kirche in Rumänien könnte ihre Gotteshäuser sowie ihren übrigen Besitz ein weiteres Mal verlieren, falls das Parlament des Landes ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, wie Bischof Virgil Bercea von Oradea Mare/Großwardein, Verantwortlicher der Laienkommission der Katholischen Bischofskonferenz in Rumänien erklärte.

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Bald auch in Madrid eine russisch-orthodoxe Kathedrale?

Während des offiziellen Besuchs des russischen Präsidenten, Dmitrij Medvedjev, in Spanien vom 2. bis 3. März überreichte der Bürgermeister von Madrid, Alberto Jimenez, diesem symbolisch den «Goldenen Schlüssel» der Stadt und kündigte an, das Patriarchat Moskau werde in absehbarer Zeit ein Gelände zum Bau einer orthodoxen Kathedrale erhalten.

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Beziehungen der ROK zu Konstantinopel und den Protestanten

Am 10. April 2009 erläuterte Bischof (seit 20. April Erzbischof ) Ilarion (Alfeev) von Volokolamsk, der neue Leiter des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, die künftigen Akzente der Außenpolitik seiner Kirche. Es ist davon auszugehen, dass diese programmatische Rede genauestens mit Patriarch Kirill abgestimmt worden war. Schon lange ist erkennbar, dass Moskau den Titel des Ehrenoberhaupts der Orthodoxie «Ökumenischer Patriarch» für das Oberhaupt der Russischen Kirche beansprucht.

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Kroatische Bischöfe besuchen ehemaliges KZ Jasenovac

Am 3. April hat erstmals eine hochrangige Delegation kroatischer katholischer Bischöfe - mit Bischof Marin Sraki? von ?akovo- Osijek an der Spitze - das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Jasenovac besucht. Bischof Sraki?, zur Zeit Vorsitzender der Kroatischen Bischofskonferenz, bezeichnete dabei Jasenovac als «Schandfleck» für das kroatische Volk.

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Hl. Synod der Estnischen Orthodoxen Kirche – Patriarchat Konstantinopel gegründet

Mit der Weihe zweier neuer Bischöfe ist die Autonome Estnische Kirche - Patriarchat Konstantinopel - wieder funktionsfähig: Am 10. Januar wurde Archimandrit Eelija (Ojaperv) zum Bischof von Tartu/Dorpat und wenig später, am 12. Januar, Archimandrit Aleksander (Hopjorski) zum Bischof von Pärnu/Pernau und Saaremaa/Ösel geweiht. Die Weihe nahm das Oberhaupt der Estnischen Orthodoxen Kirche - Patriarchat Konstantinopel, Metropolit Stephanos (Charalambidis, *1940), vor; ihm konzelebrierten mehrere Bischöfe der Kirchen von Konstantinopel, Griechenland, Zypern und Finnland.

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Bulgarien: Orthodoxe Kirchen kritisieren Urteil des Europäischen Gerichtshofs

Unter dem Vorsitz des Oberhaupts der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Maksim, fand vom 11. bis 12. März am Sitz der bulgarischen Regierung in Sofia eine Tagung von Vertretern aller orthodoxen Kirchen, der bulgarischen Regierung, des Parlaments sowie von Fachleuten für kanonisches und internationales Recht statt. Anlass der Tagung war der jüngste Entscheid des Europäischen Menschenrechtsgerichthofs in Straßburg zu dem seit der «Wende» schwelenden Kirchenstreit in der bulgarischen Orthodoxie.

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