Estland: Auslandskirche stimmt Vereinigung mit der lutherischen Heimatkirche zu

Die Vereinigung der Estnischen Evangelisch- Lutherischen Kirche im Ausland mit der Heimatkirche ist entschieden.

Ende Juni sprachen sich auch die auslandsestnischen Gemeinden in Kanada mit Mehrheit für die Vereinigung aus, nachdem bereits die Gemeinden in Schweden, Deutschland, Großbritannien und Australien 2008 grünes Licht für Vereinigungsverhandlungen gegeben hatten (s. G2W 1/2009, S. 7). Die Auslandskirche war in der Endphase des Zweiten Weltkriegs entstanden, als Zehntausende Esten vor der sowjetischen Besetzung in den Westen flohen. Die Synode der Estnischen Evangelisch- Lutherischen Kirche in Estland (EELK) hatte schon im Frühjahr 2008 für die Vereinigung votiert. 2009 wurden die Bedingungen für eine mögliche Vereinigung der beiden Kirchen ausgehandelt und unterschrieben. Vorgesehen ist demnach, dass die Auslandskirche den Status eines eigenständigen Bistums innerhalb der wiedervereinigten Kirche erhalten soll. Der amtierende Erzbischof der Auslandskirche Andreas Taul wird sein Amt als Bischof weiterführen und wird zukünftig dem Erzbischof der EELK, Andres Põder, unterstellt sein.

Eesti Kirk Nr. 30, 4. August (Übersetzung: Kristel Neitsov); Gustav-Adolf-Blatt 4/2010 – S.K.

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