Abschluss-Bericht über die Aktion «Rettet das Athoskloster Hilandar»

In der Nacht vom 4. auf den 5. März 2004 waren durch eine Brandkatastrophe etwa drei Fünftel der Gesamtanlage des serbischen Athosklosters Hilandar zerstört worden. Eine Spendenaktion zum Wiederaufbau kam im Februar 2009 zum Abschluss. Prof. em. Dr. Philipp Harnoncourt, Graz, der nach dem Tode von Kardinal Josef König, Wien, dem «Wiener Kreis», einem vom Institut G2W gestalteten Arbeitsforum zu Kirchen in kommunistischen Staaten Osteuropas, vorgestanden hatte, leitete anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums (Juli 2004) eine Spendenaktion zum Wiederaufbau des Hilandar-Klosters ein, nachdem er über das katastrophale Ausmaß der Brandkatastrophe unterrichtet worden war.

Die Aktion wurde von März 2004 bis Februar 2009 durchgeführt. Zielsumme waren € 200 000.-. Von Anfang an übernahm der Finanzausschuss der Sektion Graz der Stiftung Pro Oriente die Kassen-Prüfung der Spendenaktion. Prof. Harnoncourt begründete seine Spendenaktion mit folgenden Worten: «Im Jahre 2004, genau 800 Jahre nach der Zerstörung Konstantinopels und nach Ausplünderung vieler Klöster der Stadt durch die Teilnehmer des 4. Kreuzzuges Ostern 1204, ist eine Hilfsaktion zum Wiederaufbau eines niedergebrannten orthodoxen Klosters ein spätes, aber wichtiges Zeichen der Wiedergutmachung. Zudem war ich mit Vater Mitrofan († 1998), einem früheren Abt dieses Klosters, den ich Mitte der 80er Jahre auf einer Steiermark-Reise als Fahrer begleitet hatte, freundschaftlich verbunden.» Viele Athos-Freunde in Österreich haben sich spontan an dieser Hilfsaktion beteiligt. Mit folgenden Aktivitäten versuchten sie, Spender zu erreichen und zu motivieren: Einrichtung eines Spenden- Kontos bei einer Bank in Graz; Spenden-Sammlung beim Fest zum Priesterjubiläum von Prof. Harnoncourt; Einbeziehung von vier Zeitungen in die Aktion: Steirisches Sonntagsblatt, Kleine Zeitung, Die Presse, Die Furche; Beteiligung des ORF; Benefiz-Konzerte in Graz, Wien und Stainz; Benefiz- Veranstaltung des Lions-Club Judenburg; Verkaufsausstellungen von Bildern; Verkauf von Büchern; Vorträge; Spendensammlung aus Anlass des 75.Geburtstags von Prof. Harnoncourt (Februar 2006). In Abstimmung mit der Leitung des Klosters Hilandar wurde erst im Mai 2005 mit den Überweisungen der Spenden begonnen, weil die Verzinsung in Österreich günstiger war. Seither sind jedes Jahr Überweisungen erfolgt. Im Januar 2009 wurde Prof. Harnoncourt von Abt Panteleimon mitgeteilt, dass nunmehr die Finanzierung des Wiederaufbaues durch Zusagen der UNESCO sowie der Regierungen von Serbien und Griechenland sichergestellt erscheint. Dank größerer Zuwendungen durch die fünf Grazer Rotary-Clubs und durch das Grazer Domkapitel konnte Anfang Februar 2009 der Restbetrag auf die Gesamtsumme von € 200 000,- überwiesen werden. Die Spendenaktion ist damit fünf Jahre nach der Brandkatastrophe abgeschlossen. Prof. Harnoncourt schließt seinen Bericht mit einem aufrichtigen Dank an alle Spenderinnen und Spender.

Nach: Abschlussbericht Prof. em. Dr. Philipp Harnoncourt, Graz, Februar 2009 - G.S.

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