Bosnien-Herzegowina: Deklaration zum Tag gegen sexuelle Gewalt in Konflikten

Der Interreligiöse Rat hat anlässlich des internationalen Tags zur Eliminierung sexueller Gewalt in Konflikten (19. Juni) eine Deklaration zur Verurteilung der Stigmatisierung von Überlebenden sexueller Gewalt in Bosnien-Herzegowina veröffentlicht.

Der Rat betont darin, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit allen Religionen entgegengesetzt seien, und verurteilt sexuelle Gewalt als eines der schwersten Verbrechen in bewaffneten Konflikten.
Die Unterzeichnenden zeigen sich besorgt darüber, dass einige Überlebende von ihren Familien, Gemeinden oder der Gesellschaft abgelehnt und verurteilt werden. Sie betonen daher die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, der Zivilgesellschaft, internationalen Organisationen, Kirchen und religiösen Gemeinschaften, um die Situation und den Status von Überlebenden zu verbessern. Zudem rufen sie die Zivilgesellschaft sowie Behörden dazu auf, Überlebende nicht zu diskriminieren und stigmatisieren, sondern ihnen mit Verständnis zu begegnen und sie zu unterstützen.
Die Mitglieder des Rats betonen in der Deklaration die Bereitschaft ihrer religiösen Gemeinschaften, Überlebende zu unterstützen und entsprechend ihrer Fähigkeiten deren Lebensqualität zu erhöhen. Im Rat sind die Serbische Orthodoxe Kirche, die Islamische Gemeinschaft, die römisch-katholische Kirche und die jüdische Gemeinde in Bosnien-Herzegowina vertreten.
www.ktabkbih.net, 30. Juni 2017 – N. Z

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