Russische Kirche will auch in Afrika stärker präsent sein
Die weitere Reise führte nach Namibia, wo Metropolit Kirill von Staatschef Hifikepunye Lucas Prohamba empfangen wurde. Metropolit Kirill bat Prohamba, dieser möge das Bauprojekt für eine russische Kirche unterstützen. In der Hauptstadt Windhoek weihte Metropolit Kirill die neuen Gebäude der russischen Botschaft ein. Nach seiner Ankunft in Johannesburg in Südafrika am 29. November sprach Metropolit Kirill mit Metropolit Serafim (Iakovu), Oberhaupt der Eparchie Johannesburg des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats von Alexandria und ganz Afrika. Ferner führte Metropolit Kirill Gespräche mit Vertretern anderer christlicher Kirchen - mit Katholiken, Protestanten und Altorientalen. Am nächsten Tag zelebrierte er eine Liturgie in der russisch-orthodoxen Hl. Sergius- Kirche, die das Patriarchat Moskau vor zehn Jahren errichten ließ. Das Patriarchat Alexandrien, das in der traditionellen kanonischen Reihenfolge der Patriarchate den zweiten Platz nach Konstantinopel einnimmt, hat die Jurisdiktion über den gesamten afrikanischen Kontinent inne.
Das Patriarchat Alexandrien, zu dessen Gliedern historisch vor allem Griechen und Araber in Ägypten zählen, hat in den letzten fünfzig Jahren dank Missionsbestrebungen einen großen Aufschwung in Zentralund im südlichen Afrika erlebt: insbesondere in Kenia, Uganda, Tansania, Sambia, Zimbabwe, Ghana, der Republik Kongo, in Kamerun und Madagaskar sowie in Südafrika. Insgesamt verfügt das Patriarchat Alexandrien in Afrika über 25 Eparchien.
SOP Nr. 334, Januar 2009 - O.S.