Die Theologische Hochschule im ungarischen Sárospatak bietet verschiedene Abschlüsse in Theologie, Religionspädagogik und Sozialarbeit an und engagiert sich in der Weiterbildung der lokalen Presbyter und Gemeindeglieder. Das Institut G2W unterstützt mittels Stipendien das Studium ungarischer Studierender aus der Karpato-Ukraine an der Hochschule. Der Studierendenpfarrer Gyula Pásztor gibt einen Einblick in das Leben der Hochschule.
Priester Leonid Zapok betreut orthodoxe Gemeinden in Tschukotka, der ärmsten und entlegensten Region Russlands an der Beringstraße. G2W unterstützt Vater Leonid seit mehreren Jahren bei seiner Arbeit. Mit seiner Gemeinde in Lavrentija in der nordöstlichsten Region von Tschukotka am Polarkreis schuf er als Propst Arbeitsplätze für ausstiegswillige Alkoholabhängige und etablierte eine Nothilfe für Hungrige in der Winterzeit. Seit Sommer 2009 tut Vater Leonid Dienst in Anadyr, der Hauptstadt der Region Tschukotka, wohin ihn der neue Bischof Nikodim (Tschibischov) als einen der erfahrensten Priester der Eparchie zurückbeordert hat. Tschukotka ist eines der ärmsten Gebiete in Russland; die soziale Not unter den einheimischen Tschuktschen und den Zugewanderten ist gross, insbesondere seit die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hier in aller Tragweite spürbar geworden ist. G2W unterstützt Priester Leonids Initiativen, die den Benachteiligten und besonders den vielen verwahrlosten Kindern zugute kommen.
Die Theologische Hochschule im ungarischen Sárospatak bietet Abschlüsse in Theologie, Religionspädagogik, für Gemeindehelfer, eine Volkshochschule und weitere Fachweiterbildungen an. Großer Stellenwert wird Sozialpraktika unter älteren Menschen, Menschen mit Behinderung und unter Roma beigemessen. Das Institut G2W unterstützt ungarische Studierende aus der Karpato-Ukraine an der Hochschule, deren wirtschaftliche Situation sich aufgrund des Kriegszustands in der Ostukraine merklich verschlechtert hat.
Priestermönch Serafim Nosyrev betreut orthodoxe Kirchgemeinden in Russlands fernöstlicher Region Tschukotka. Vater Serafim und seinem Vorgänger, Priester Leonid Zapok, ist es mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung (hauptsächlich indigene Tschuktschen und Yupik vom Volk der Eskimo sowie zugewanderte Russen) gelungen, Zellen eines neuen religiösen Lebens zu begründen. Gleichzeitig haben sie Arbeitsplätze für ausstiegswillige Alkoholabhängige und eine Anlaufstelle für die Ärmsten während der Winterzeit geschaffen.
Seit der Wiedereröffnung der Reformierten Theologischen Hochschule in Sárospatak 1991 stellt G2W jedes Jahr Stipendien für mittellose Studierende, vor allem aus der Karpatenukraine bereit. Da dort die wirtschaftlichen Verhältnisse noch immer prekär und die Kirchen nicht in der Lage sind, eigene Ausbildungsstätten zu führen, ist diese Unterstützung hoch willkommen. Die Akademie von Sárospatak zeichnet sich durch eine sorgfältige Ausbildungsarbeit aus.
Die Reihe "Das Internationale Theologische Buch" (IThB) geht auf die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Ungarische Theologen wie Sándor Sathmáry hatten sich immer wieder darüber beklagt, dass in den kommunistisch regierten Ländern kaum gute Fachliteratur für die Ausbildung von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern vorhanden sei. Andererseits hatten sich die sozialistischen Länder im Rahmen der KSZE dazu verpflichtet, für die Verbesserung des Informationsflusses und Austauschs von Information in den Bereichen Bildung und Kultur besorgt zu sein. Das ungarische Modell der Förderung theologischer Buchproduktion im Rahmen des IThB machte später auch in der Slowakei, in Estland, Russland, Rumänien und Bulgarien Schule. Heute zählt die Liste der mit Unterstützung von G2W erschienenen Werke rund 100 Titel.




















