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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Der Fonds „Diakonia“ in St. Petersburg ist eine der erfolgreichsten Institutionen im Bereich der Drogenrehabilitation in Russland. Zur Unterstützung und Beratung von Fachleuten und Laien aus verschiedenen russischen Städten hat „Diakonia“ 2015 in Sologubovka ein Weiterbildungszentrum eröffnet. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Gesprächsgruppen für die Angehörigen der Rehabilitanden.

Der karitative Fonds „Diakonia“ in St. Petersburg ist mit seinem Rehabilitationskonzept für Drogenabhängige zu einem Vorbild für viele andere Drogenrehabilitationszentren in Russland geworden. Mit der Leiterin des Fonds, der Drogenärztin Elena Rydalevskaya, hat die Projektbeauftragte von G2W, Franziska Rich, über die gegenwärtigen Herausforderungen im Kampf gegen die Drogensucht in Russland gesprochen.

Larissa und Alexej A. haben sich während der Drogenrehabilitation kennengelernt (im Bild links mit ihrem Sohn Ivan). Im Gespräch mit Regula Spalinger, der Projektverantwortlichen von G2W, erzählen sie von ihrem Lebensweg. Der Fonds „Diakonia“ in St. Petersburg unterhält zwei Rehabilitationszentren für Drogenkranke und begleitet die Drogenabhängigen beim Ausstieg aus der Sucht. Die Programme von „Diakonia“ sind so erfolgreich, dass sie ausgeweitet und von Seiten des Staates unterstützt werden sollen, wie Elena Rydalevskaja, die Leiterin des Fonds „Diakonia“ betont.

Die Reformierte Theologische Hochschule in Sárospatak im Nordosten Ungarns ist eine staatlich akkreditierte Ausbildungsstätte, die verschiedene Ausbildungen zu kirchlichen Berufen anbietet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Pfarrerausbildung, doch gibt es auch eigene Bachelor-studiengänge für Religionspädagogen und Gemeindehelfer. Da ein Grossteil der Studierenden aus der Karpato-Ukraine stammt, werden diese beiden Studiengänge auch grenzübergreifend an der Pädagogischen Hochschule im ukrainischen Beregove (Beregszász) unterrichtet. Zudem bietet die Theologische Hochschule ein eigenes Bachelorprogramm für Verantwortliche in der Roma-Seelsorge an. Im Rahmen einer Volkshochschule bietet sie auch Weiterbildungskurse für Presbyter und einfache Gemeinde­mitglieder an. Zusammen mit der Universität in Miskolc bildet die Theologische Hochschule seit 2017 auch Sozialarbeiter aus, die sich den Problemen der Landbevölkerung widmen.

Drogensucht ist in Russland nach wie vor ein großes Problem. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Drogensüchtige auch HIV-Patienten sind. Der Verein „Rückkehr“ und der Fonds „Diakonia“ in St. Petersburg haben professionelle Betreuungs- und Rehabilitationsprogramme entwickelt und setzen sich für eine wirksame HIV-Strategie ein. Während sich „Rückkehr“ in den jüngster Zeit auf die Schulung von Ärzten und Pflegepersonal spezialisiert hat, hilft „Diakonia“ Drogenabhängigen bei dem Ausstieg aus der Sucht.

Die Corona-Krise hat auch den Lehrbetrieb der Reformierten Theologischen Hochschule im ungarischen Sárospatak beeinträchtigt. Er findet momentan nur virtuell statt, hat jedoch auch zu einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl geführt. Das Institut G2W unterstützt mittels Stipendien das Studium ungarischer Studierender aus der Karpato-Ukraine an der Hochschule. Der Studierendenpfarrer Gyula Pásztor gibt Einblick in das Leben der Hochschule zu Corona-Zeiten.

 

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