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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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In der öffentlichen Meinung in Russland wird Stalin heute - unterstützt durch Statements von Politikern, nicht zuletzt von Vladimir Putin - oft eher als heldenhafter Sieger des «Großen Vaterländischen Krieges» gesehen denn als menschenverachtender Diktator. Die Debatte um die Bewertung der Stalin-Ära wird auch innerhalb der Russischen Orthodoxen Kirche geführt.

In der Nähe von Novi Sad in Nordserbien fand am 19. und 20. Oktober die neunte zwischenkirchliche Serbien-Tagung statt. Die Organisatoren der Veranstaltung waren die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) der römisch-katholischen Kirche und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit der Serbischen Orthodoxen Diözese Backa (Nordserbien), der römisch-katholischen Erzdiözese Belgrad und der Konrad- Adenauer-Stiftung (KAS).

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios und der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan sind in den Räumlichkeiten der Hl. Georgskirche in Bürük Ada, der größten der Prinzeninseln im Marmarameer, am 15. August zu einem Gespräch unter vier Augen zusammengekommen. Die Unterredung fand nach einem Arbeitsessen statt, welches das Ökumenische Patriarchat zwischen Erdogan und den Verantwortlichen der religiösen Minderheiten des Landes - Orthodoxen, Armeniern, Syrern, Katholiken und Juden - ausgerichtet hatte.

Am 17. Oktober 2009 wählte in Warschau die Synode der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen Jerzy Samiec zu ihrem neuen Bischof. Jerzy Samiec, der sich gegen zwei weitere Kandidaten durchsetzte, wurde 1963 in Cieszyn (Teschen) geboren. Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem der zuvor amtierende Bischof Janusz Jagucki zurücktreten musste, da ihm die Synode im April das Vertrauen entzogen hatte.

Die polnische Tageszeitung «Gazeta Wyborcza» widmete sich im Oktober 2009 dem Thema «Die Frau in der Kirche». Auslöser war das Erscheinen des Buches «Brat Karol, siostra Wanda» («Bruder Karol, Schwester Wanda») der Publizistin Aleksandra Klich, die für die «Gazeta Wyborcza» arbeitet und sich bereits in früheren Publikationen Themen angenommen hat, die in Polen kontrovers diskutiert werden.

In zahlreichen öffentlichen Auftritten hat Russlands Präsident Medvedev deutlich gemacht, dass die russischen Muslime auf die Unterstützung des russischen Staates zählen können. In krassem Gegensatz dazu stehen Nachrichten über Repressalien gegenüber Muslimen, die des «religiösen Extremismus» verdächtigt werden.

 

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