Am 26. Oktober 2009 wurde im Rahmen eines kleinen Festaktes die Aufstellung von erheblichen Teilen der Bibliothek des einstigen Ostkirchen-Instituts (OKI) der Evang.-Theologischen Fakultät der Universität Münster in den Räumlichkeiten des Ökumenischen Instituts der dortigen Kath.-Theologischen Fakultät gefeiert.
Die vom 16. bis 23. Oktober in Paphos auf Zypern abgehaltene 11. Konferenz der internationalen Gemischten katholischorthodoxen Dialogkommision ist vertagt worden. Sie soll im September 2010 in Wien fortgesetzt werden. An der Konferenz nahmen 30 orthodoxe und 30 römisch- katholische Theologen teil. Moderiert wurde das Treffen von Kurienkardinal Walter Kasper, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, und Metropolit Ioannis (Zizioulas) von Pergamon, dem Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel.
Laut Beschluss des Verfassungsgerichts der Russischen Föderation vom 19. November 2009 darf auch nach dem 1. Januar 2010 in Russland weiterhin keine Todesstrafe verhängt werden. Nach dem geltenden russischen Strafrecht, dessen Wurzeln noch auf die Sowjetzeit zurückgehen, ist die Verhängung der Todesstrafe für eine Reihe besonders schwerer Verbrechen möglich, doch gilt darauf seit 1999 ein Moratorium, das nun verlängert wurde.
Vom 25. bis 28. September stattete Patriarch Kirill I. Weißrussland einen Pastoralbesuch ab, der auch politischen Charakter hatte. Das Verhältnis zwischen Russland und Weißrussland hat sich nach dem Gasstreit im vorletzten Winter merklich abgekühlt, die weißrussische Führung strebt nach größerer wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Russland und sucht intensivere Kontakte zur EU.
Im hohen Alter von 95 Jahren ist am 15. November 2009 das Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Pavle, in Belgrad gestorben. Er war am 1. Dezember 1990 zum 44. Oberhaupt seiner Kirche gewählt worden. Gojko Stojcevic, so der bürgerliche Name des Patriarchen, wurde 1914 geboren. Er hat die Serbische Kirche maßgeblich geprägt. Die Wahl eines Nachfolgers ist für den 22. Januar 2010 anberaumt.
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios hat Anfang Oktober in einem Schreiben an Erzbischof Hieronymos von Athen schärfstens gegen das sog. «Glaubensbekenntnis gegen den Ökumenismus» protestiert, das mittlerweile von zahlreichen Geistlichen und Laien sowie mehreren Hierarchen der Kirche von Griechenland unterzeichnet worden ist. Patriarch Bartholomaios kritisierte die Äußerungen des «Glaubensbekenntnisses », dass alle Orthodoxen, die Kontakte zu Andersgläubigen unterhielten und mit ihnen beteten, sich automatisch selbst exkommunizierten














