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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Nach monatelanger krankheitsbedingter Abwesenheit hat Metropolit Volodymyr (Sabodan), das Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche – Moskauer Patriarchat (UOK-MP), am 8. Mai wieder den Vorsitz im Hl. Synod übernommen. Unter seiner Leitung wurden mehrere Entscheide der letzten Monate revidiert,

Im August findet in Rostov-am-Don zum ersten Mal das «Erste Internationale Forum zum Gedenken an den Holocaust und die Opfer des Faschismus in Russland» statt. Die jüdische Gemeinschaft Russlands gedenkt in diesem Zusammenhang der Ermordung von mindestens 27 000 Juden durch die Nazis in Zmievskaja Balka, einer Schlucht am Stadtrand von Rostov. Zwischen 1942 und 1943 töteten Sonderkommandos und Einheiten der Wehrmacht dort Frauen, Kinder und alte Menschen, die meisten von ihnen Juden sowie Kriegsgefangene, Widerstandskämpfer und psychisch Kranke.

Anfang April besuchte Oberrabbiner Berl Lazar, der Leiter der Föderation Jüdischer Gemeinden Russlands, Zmievskaja Balka. Dabei schlug er dem Gouverneur des Gebiets Rostov-am-Don vor, den ermordeten Juden zum 70. Jahrestag der Tragödie ein eigenes Denkmal zu errichten. 2004 hatte die kleine jüdische Gemeinde von Rostov an der Gedenkstätte eine Hinweistafel auf die über 27 000 ermordeten Juden aufstellen lassen. Diese Tafel wurde jedoch imFebruar auf Erlass der Rostover Stadt- verwaltung entfernt und durch eine an- dere ersetzt, die anstelle der jüdischen Opfer lediglich «friedliche Bürger von Rostov-am-Don und sowjetische Kriegs- gefangene» nennt. Juden aus Russland und der weltweiten Diaspora hatten gegen dieses Vorgehen scharf protestiert und die Wiedererrichtung der ursprünglichen Tafel gefordert.

www.rememberingrostov.com, 15. Februar; www.interfax-religion.ru, 5. April 2012 – O.S.

Die Familie von Vladislav Kovalev, einem der beiden wegen des Anschlags in der Minsker Metro im April 2011 zum Tode verurteilten und hingerichteten Männer (s. RGOW 4/2012, S. 9), hat sich vergeblich um die Freigabe des Leichnams ihres Sohnes für ein christliches Begräbnis bemüht.

Auf Initiative des Obersten Kirchenrates hat die Russische Orthodoxe Kirche am 22. April landesweit Gottesdienste zum Schutz des Glaubens gefeiert.

Seit Mai 1999 existiert in Inguschetien, der kleinsten autonomen nordkaukasischen Republik der Russländischen Föderation, ein Scharia-Gericht.
Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë hat sich gegen den Bau des russisch-orthodoxen Kulturzentrums ausgesprochen, für das die russische Regierung im März 2010 ein großes Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Eiffelturm erworben hatte

 

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