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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Die Slowenische Bischofskonferenz hat sich gegen einen offenen Brief von Kulturschaffenden und Bildungsverantwortlichen gewandt, in dem der Kirche Mitschuld an den gravierenden finanziellen Problemen des Landes und der Korruption gegeben wird.

Unter der Fragestellung «Ökumene: wohin?» diskutierten am 8. November 2012 in Bern Kurt Kardinal Koch, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Gottfried Locher, der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), und Maria Voce, die Präsidentin der weltweiten Fokolar-Bewegung, über den aktuellen Zustand der Ökumene und Perspektiven für die Zukunft.

Bei einem Treffen mit dem weißrussischen Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko am 14. Oktober in Minsk betonte Patriarch Kirill, dass die Russische Orthodoxe Kirche den Integrationsprozess der ehemaligen Teilrepubliken der UdSSR fördern wolle:

 

Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hat bei seinem Pastoralbesuch der Eparchie Stavropol im Nord-Kaukasus vom 12. bis 14. Dezember die muslimischen Geistlichen der Region zur Zusammenarbeit aufgerufen.

Die Orthodox Church in America (OCA) hat ein neues Oberhaupt: Das All-Amerikanische Konzil, die oberste legislative und administrative Körperschaft der OCA, hat an seiner 17. Außerordentlichen Vollversammlung am 13. November Erzbischof Tichon (Mollard) von Philadelphia und East-Pennsylvania zum Nachfolger von Metropolit Jonah (Paffhausen) ernannt, der auf Druck des Hl. Synods am 6. Juli zurückgetreten war (s. RGOW 9/2012, S.7f.). Das Konzil, das sich aus den amtierenden Bischöfen, Klostervertretern, Priestern und aus den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen gewählten Laien zusammensetzt, tagte in der größten Kirche der OCA, der Hl. Dreifaltigkeits-Kirche in Parma/Ohio. Von den insgesamt 663 Delegierten waren 590 stimmberechtigt, die übrigen nahmen als Beobachter teil.

Die Konzilsteilnehmer legten dem Hl. Synod zwei Nominationen vor: Bischof Michail (Dahulich) von New York, der 355 Stimmen auf sich vereinigen konnte, und Erzbischof Tichon, für den 317 Delegierte stimmten. Die eigentliche Wahl fand im Altarraum hinter geschlossenen Türen statt und wurde vom Hl. Synod im Rahmen eines Gebetsgottesdienstes entschieden. Nach Bekanntgabe der Wahl bekleidete Bischof Melchisedek (Pleska) von Pittsburgh das neue Oberhaupt in einer kurzen Zeremonie und überreichte ihm eine zweite Panhagia – eine Ikone der Gottesmutter in Medaillonform als Symbol der Kirche und des Bischofsamtes – zum Zeichen seiner neuen Würde.

Das neue Oberhaupt der OCA heißt mit bürgerlichem Namen Marc Mollard. Der gebürtige Amerikaner konvertierte 1989 mit 23 Jahren zur Orthodoxie, absolvierte 1993 das theologische Seminar Hl. Tichon in South Canaan/ Pennsylvania, wurde später dort Dozent und Rektor. 1995 wurde er Mönch, kurz darauf Priester. 2004 wurde er zum Bischof geweiht, im Mai 2012 wurde er Erzbischof. Mit 46 Jahren ist er der jüngste der Bischöfe der OCA, und mit seiner Wahl verbindet sich die Hoffnung, dass sich das kirchliche Leben der OCA nach zahlreichen Krisen unter seinen Amtsvorgängern wieder normalisiert.

Patriarch Kirill hat im Rahmen seiner Antrittsreisen bei den orthodoxen Lokalkirchen als neugewähltes Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche vom 9. bis 14. November das Patriarchat Jerusalem besucht.

 

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