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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Am Abend des 28. Oktobers 2008 sind der Moskauer Nachrichtenagentur RIA zufolge die Jesuitenpatres Otto Messmer und Victor Betancourt-Ruiz tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Nachdem sie, wie der Sprecher der Erzbischöflichen Kurie in Moskau, Pater Igor Kowalewski, mitteilte, auf Telephonanrufe nicht reagiert hatten, ließen besorgte Mitbrüder die Wohnungstür aufbrechen - hier wurden die toten Priester entdeckt. Da ein Gewaltverbrechen befürchtet werden musste, wurde umgehend die Kriminalpolizei eingeschaltet, die bis in den frühen Morgen Spuren sicherte. Nach Pater Kowalewski werde der Vorfall von russischer Seite auf höchster Ebene behandelt, z.B. habe sich die Administration des russischen Präsidenten, Dimitrij Medvedjev, in die Aufklärung eingeschaltet.

In der „Auferstehungskirche" zu Jerusalem ist es (nach „Jerusalem Post", 9. November 2008) zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen altorientalischen Armeniern und orthodoxen Griechen gekommen. Nach Darstellungen des armenischen Patriarchats hätten 20-30 Griechen eine armenische Prozession gestört, die vom armenischen Bischof Aris (Shirvanian, *1934) angeführt wurde. Beide Seiten hätten daraufhin aufeinander losgeschlagen und aufeinander eingetreten und sich mit Gegenständen beworfen.

In einem eindringlichen Appell haben sich die bei der Weltbischofssynode im Oktober 2008 anwesenden Patriarchen der mit Rom unierten orientalischen Ostkirchen an die versammelten Bischöfe und die Weltöffentlichkeit gewandt: Gerechtigkeit und Religionsfreiheit seien Voraussetzung und Garantie für Frieden. Besonders für das Heilige Land, den Libanon, den Irak und Indien forderten die Patriarchen rechtliche und soziale Bedingungen, die den Christen ein Leben in Würde und ohne Diskriminierungen erlauben. Die Christen hätten ein Recht, in der orientalischen Urheimat des Christentums frei und ungehindert zu leben.

Der noch amtierende Generalsekretär des Weltkirchenrates (ÖRK), Samuel Kobia (61), ein Methodist aus Kenia, hatte am 18. Februar 2008 mitgeteilt, dass er für eine zweite Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehe. Er hatte 2004 das Amt des Generalsekretärs angetreten; nach seinem Rücktritt würde sein Dienst in Genf Ende des Jahres 2008 enden.

In G2W 9/2008, S. 26-27, gab Propst Heye Osterwald am Ende seines Dienstes in Königsberg und im russischen Ostpreußen (Oblast' Kaliningrad) einen Überblick über seine Tätigkeit und einen Bericht über die gegenwärtige Lage. Seine Dienstzeit als lutherischer Pfarrer und zuletzt als Propst (= Dekan) in Nord-Ostpreußen endete am 31. August 2008 nach zwölf Jahren. Die Propstei zählte beim Weggang von Heye Osterwald 44 Gemeinden, die von sieben Pastorinnen und Pastoren betreut werden.  

Sein Nachfolger, Pfarrer Jochen Löber (44), hat am 4. September seinen Dienst an der „Auferstehungskirche" in Königsberg/Kaliningrad angetreten und wurde am 12. Oktober 2008 vom Oberhaupt der „Ev.-Luth. Kirche in Russland, der Ukraine, Kasachstan und Mittelasien" (ELKRAS), Erzbischof Dr. Edmund Ratz, in das neue Amt eingeführt, aus Hamburg war zu diesem Anlass Bischöfin Maria Jepsen angereist.

 

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