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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Im November 2008 feierte die «Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder » (EKBB) den 90. Jahrestag ihres Bestehens. 1918 war sie durch die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Gemeinden der Tschechoslowakei entstanden. Heute zählt die Kirche ca. 150 000 Glieder.

«Ein schwerer Schicksalsschlag hat unser Land und unsere Gesellschaft getroffen – Patriarch Alexij II. von Moskau und ganz Russland ist verstorben. Er war nicht nur eine überragende Gestalt des religiösen Lebens, eine wahre spirituelle Persönlichkeit – er war ein großer Bürger Russlands. Ein Mann, in dessen Schicksal sich die bittersten Prüfungen unseres im 20. Jahrhundert an Krisen so reichen Landes widerspiegeln. Ein wahrer Hirte, der sein ganzes Leben ein Vorbild geistlicher Standhaftigkeit und menschlicher Großtaten war.
Nachdem Metropolit Kirill (Gundjajev) von Smolensk, Chef des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, im Oktober und November 2008 kirchliche und wohl auch politische Interessen in Süd-Amerika vertreten hatte (s. G2W 2/2009, S. 6), widmete er sich während seiner Afrika-Reise vom 22. bis 30. November vermutlich der gleichen Aufgabe: Diese führte ihn nach Angola, Namibia und Süd-Afrika.

Das griechische Athos-Kloster Vatopedi und sein aus Zypern stammender Abt Efraim stehen im Mittelpunkt eines Immobilienskandals, der seit mehreren Wochen die griechische Öffentlichkeit beschäftigt und die Regierung des Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis schwer erschüttert. Efraim wird vorgeworfen, seine Verbindungen zur Regierung genutzt zu haben, um den angeblich dem Athos-Kloster gehörenden Vistonida-See (im Nordosten Griechenlands gelegen) gegen andere lukrative Liegenschaften zu tauschen - dabei sei der öffentlichen Hand ein Schaden von mindestens 100 bis 150 Mio. Euro entstanden.

Wie die Website der «Nezavisimaja gazeta » mit Hinweis auf die türkische Presse berichtet, hat der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten der Türkei, Prof. Dr. Ali Bardako?lu, den Stv. Mufti Abchasiens, Timur Dzyba, Ende November 2008 in Ankara zu Gesprächen empfangen. Bardako?lu, ein Jurist, ist qua Amt die höchste Autorität des Islams in der Türkei; er gilt als gemäßigt. Kurz zuvor hatte er Moskau im Rahmen einer Konferenz über «Entwicklung der islamischen religiösen Bildung in Russland und im Ausland » besucht. Beide Seiten vereinbarten, türkische Geistliche mit Arabisch-Kenntnissen nach Abchasien zu entsenden, «um das religiöse Band zwischen beiden Ländern zu stärken».

Im Rahmen der staatlichen Trauerfeierlichkeiten aus Anlass des Gedenkens an den Holodomor („Vernichtung durch Hunger") vor 75 Jahren am 22. November hat Metropolit Vladimir (Sabodan), Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche/Moskauer Patriarchat (UOK/MP), ein Denkmal für die ukrainischen Opfer der Großen Hungersnot 1932-1933 eingeweiht. Danach zelebrierten alle Bischöfe der UOK/MP unter Leitung von Metropolit Vladimir einen Totengottesdienst „für die Seelenruhe der Entschlafenen, der von der gottlosen Macht durch Hunger zu Tode Gequälten". Unter den Zelebranten war auch Archimandrit Elpidophor (Lambriniadis), Generalsekretär der Hl. Synode des Ökumenischen Patriarchats Konstantinopel. An dem Totengottesdienst nahmen die gesamte politische Führung der Ukraine sowie Regierungsvertreter von ca. 40 Staaten, Repräsentanten mehrerer Religionsgemeinschaften und großer internationaler Organisationen teil.

 

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