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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Die Regierungskoalition in Bulgarien unter Führung der Sozialisten hat sich im Konflikt zwischen der Bulgarischen Orthodoxen Kirche und dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof auf Seite der Kirche und Patriarch Maksim gestellt. Der Abgeordnete Plamen Slavov erklärte am 16. März im Parlament, dass die Regierung jedwede Anstrengung unternehme, um die Autorität und die Einheit der Bulgarischen Kirche zu bewahren.

Die Orthodoxie hat einen ihrer profiliertesten Theologen verloren: Olivier Clément verstarb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren am 15. Januar 2009 in Paris. Von den orthodoxen Theologen der Gegenwart hat er sich am intensivsten und in sprachgewaltiger, in der Tradition der Kirche verwurzelten Reflexionen mit der Moderne auseinandergesetzt.

Mustafa Alisch Hadschi, oberster Mufti Bulgariens, zeigte sich höchst besorgt darüber, dass einfache Muslime, die lediglich ihren Glauben praktizierten, in jüngster Zeit des Islamismus beschuldigt würden. Gegenüber der Presse erklärte er am 22. März, in Bulgarien gebe es «keinen islamischen Fundamentalismus ».

Das belastende Erbe aus der Zeit des Kommunismus in Osteuropa wirkt auch 20 Jahre nach der politischen Wende von 1989 noch nach. Zu diesem Ergebnis kamen Kardinäle und Vorsitzende aus 13 ostmittel- und südosteuropäischen Bischofskonferenzen bei ihrem Treffen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb.

Mit der Präsentation eines gemeinsamen Dokuments zum Kirchenverständnis haben die katholische Kirche und die Orientalisch-Orthodoxen Kirchen einen weiteren Schritt zur ökumenischen Annäherung unternommen. Das Papier trägt den Titel «Nature, Constitution and Mission of the Church» und wurde von der 2003 eingerichteten Dialogkommission zwischen der katholischen Kirche und den altorientalischen Kirchen erarbeitet.

Das neue Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill I., hat sich für eine Fortsetzung des katholischorthodoxen Dialogs ausgesprochen. Er hoffe auf eine «fruchtbare Entwicklung» der gegenseitigen Beziehungen, heißt es in seinem Dankesschreiben an Papst Benedikt XVI., der dem Patriarchen zu dessen Amtsantritt am 1. Februar gratuliert und ihm einen Kelch geschenkt hatte.

 

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