g2w cover

RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

Weiterlesen BESTELLEN

projekte strafgefangene ponazyrevo

Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

Weiterlesen SPENDEN

Am 3. April hat erstmals eine hochrangige Delegation kroatischer katholischer Bischöfe - mit Bischof Marin Sraki? von ?akovo- Osijek an der Spitze - das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Jasenovac besucht. Bischof Sraki?, zur Zeit Vorsitzender der Kroatischen Bischofskonferenz, bezeichnete dabei Jasenovac als «Schandfleck» für das kroatische Volk.

Ende Februar tagte in Sarajevo der 1997 gegründete Interreligiöse Rat von Bosnien-Herzegowina zum 50. Mal. Er setzt sich aus Vertretern der vier traditionellen Glaubensgemeinschaften im Land (Islamische Gemeinschaft, Serbische Orthodoxe Kirche, römischkatholische Kirche sowie Jüdische Gemeinschaft) zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand der jüngste Entwurf zum sog. «Denationalisationsgesetz», mit dem die Restitution von während der kommunistischen Zeit konfisziertem Eigentum geregelt werden soll.

Am 2. April suchte Patriarch Kirill (Gundjajev) den Ministerpräsidenten Russlands, Vladimir Putin, auf und erstattete ihm Bericht über die erste Sitzung des Hl. Synods unter seiner Leitung am 31. März. Der Patriarch informierte den Regierungschef über die «Restrukturierung der Kirchenleitung » und die Gründung einer Reihe von Synodalabteilungen.

Unter dem Vorsitz des Oberhaupts der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Maksim, fand vom 11. bis 12. März am Sitz der bulgarischen Regierung in Sofia eine Tagung von Vertretern aller orthodoxen Kirchen, der bulgarischen Regierung, des Parlaments sowie von Fachleuten für kanonisches und internationales Recht statt. Anlass der Tagung war der jüngste Entscheid des Europäischen Menschenrechtsgerichthofs in Straßburg zu dem seit der «Wende» schwelenden Kirchenstreit in der bulgarischen Orthodoxie.

Mit der Weihe zweier neuer Bischöfe ist die Autonome Estnische Kirche - Patriarchat Konstantinopel - wieder funktionsfähig: Am 10. Januar wurde Archimandrit Eelija (Ojaperv) zum Bischof von Tartu/Dorpat und wenig später, am 12. Januar, Archimandrit Aleksander (Hopjorski) zum Bischof von Pärnu/Pernau und Saaremaa/Ösel geweiht. Die Weihe nahm das Oberhaupt der Estnischen Orthodoxen Kirche - Patriarchat Konstantinopel, Metropolit Stephanos (Charalambidis, *1940), vor; ihm konzelebrierten mehrere Bischöfe der Kirchen von Konstantinopel, Griechenland, Zypern und Finnland.

Die Griechisch-katholische Kirche in Rumänien könnte ihre Gotteshäuser sowie ihren übrigen Besitz ein weiteres Mal verlieren, falls das Parlament des Landes ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, wie Bischof Virgil Bercea von Oradea Mare/Großwardein, Verantwortlicher der Laienkommission der Katholischen Bischofskonferenz in Rumänien erklärte.

 

g2w facebook logo   g2w twitter logo