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RGOW 12/2020: Verordneter Stillstand und Proteste – Politik und Religion in Belarus und Russland

Seit Monaten protestieren hunderttausende Menschen in ganz Belarus gegen die manipulierten Wahlen und die exzessive Gewalt. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften auf die Situation? Zudem werfen wir einen Blick auf die Pandemie, die Verfassungsreform, die Regionalwahlen und die Kirche in Russland.

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Projekt des Monats: Basilius-Zentrum – Neuer Fokus auf Berufsausbildung und Prävention

Das Basilius-Zentrum in St. Petersburg ist die einzige NGO in Russland, die ein soziales Rehabilitationsprogramm für 14- bis 18-jährige Jugendliche mit bedingten Haftstrafen anbietet. Im Dorf Nadkopanje soll auch eine neue Filiale mit einem Schwerpunkt auf der Berufsausbildung entstehen.

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Während des offiziellen Besuchs des russischen Präsidenten, Dmitrij Medvedjev, in Spanien vom 2. bis 3. März überreichte der Bürgermeister von Madrid, Alberto Jimenez, diesem symbolisch den «Goldenen Schlüssel» der Stadt und kündigte an, das Patriarchat Moskau werde in absehbarer Zeit ein Gelände zum Bau einer orthodoxen Kathedrale erhalten.

Patriarch Kirill hat am orthodoxen Ostermontag, dem 20. April, verschiedene Erhöhungen von Hierarchen vorgenommen. Befremdet nimmt man zur Kenntnis, dass der neue Patriarch für «eifrigen Dienst an der Kirche Gottes» den Erzbischof Alexij (Andrej Kutjepov, *1953) von Tula und Bjeljev zum Metropoliten erhob.

Das Asylhaus «Spole?nou cestou» («Gemeinsam unterwegs») in der Prager Südstadt gehörte mit 65 Plätzen zu den größten Häusern dieser Art in der ganzen Tschechischen Republik. Seit 1997 wurde hier jährlich rund hundert Müttern mit ihren Kindern sowie ganzen Familien ein Schutzraum geboten. Rund die Hälfte der Einwohner des Asylhauses sind Roma, sozial gesehen die am meisten gefährdete Gruppe der Bevölkerung.

Am 10. April 2009 erläuterte Bischof (seit 20. April Erzbischof ) Ilarion (Alfeev) von Volokolamsk, der neue Leiter des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, die künftigen Akzente der Außenpolitik seiner Kirche. Es ist davon auszugehen, dass diese programmatische Rede genauestens mit Patriarch Kirill abgestimmt worden war. Schon lange ist erkennbar, dass Moskau den Titel des Ehrenoberhaupts der Orthodoxie «Ökumenischer Patriarch» für das Oberhaupt der Russischen Kirche beansprucht.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat Bischof Artemije (Radosavljevi?) von Raška-Prizren das Patriarchatskloster in Pe? aus dem 14. Jh. in knalligem Rostrot anstreichen lassen - ungeachtet der Tatsache, dass das Kloster seit drei Jahren auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht.

Das Oberhaupt der «Orthodox Church in America» (OCA), Metropolit Jonah (Paffhausen, *1959), kündigte Ende Februar gegenüber dem Informationsbulletin des ÖRK, ENI, «eine gründliche interne Reform» seiner Kirche an: Die OCA hatte mit der Wahl von Metropolit Jonah im November 2008 (s. G2W 2/ 2009, S. 10f.) einen Schlussstrich unter eine jahrelange schwere interne Krise gezogen, die von Amtsmissbrauch und Korruptionsskandalen geprägt gewesen war (s. G2W 12/2008, S. 11).

 

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