Im Rahmen seines Pastoralbesuchs in Weißrussland vom 25. bis 28. September traf der russische Patriarch Kirill I. auch das Oberhaupt der katholischen Kirche in Weißrussland, Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz. Beide kirchlichen Würdenträger begrüßten einander «wie alte Bekannte, die einander gut kennen», berichtete ein Sprecher der weißrussischen katholischen Bischofskonferenz, und zogen sich anschließend zu einem kurzen Gespräch unter vier Augen zurück.
Patriarch Kirill I. hat sich Anfang April 2009 mit der Bitte an Ministerpräsident Vladimir Putin gewandt, der Russischen Orthodoxen Kirche in Kaliningrad (Königsberg) bei der Restitution von «Objekten mit religiöser Zweckbestimmung, einschließlich des Domes», behilflich zu sein. Der Königsberger Dom, der einsam auf der Pregelinsel Kneiphof aufragt, ist heute eher historischer Gedächtnisort denn Kirche.
Die türkische Zeitung «Milliyet» berichtete am 25. August, dass die 180 Jahre alte griechisch-orthodoxe Hl. Dimitrios- Kirche des Dorfes Ortaköy bei Istanbul trotz zahlreicher internationaler Proteste zu einer Moschee umgebaut und mit einem Minarett ausgestattet werden soll.
Am 24. und 25. September fand in St. Petersburg im Rahmen des Calvin-Jubiläumsjahres eine internationale Konferenz zum Thema «Calvin and the modern world» statt. Veranstaltet wurde sie von der «Russischen Christlichen Humanistischen Akademie», einer freien Hochschule, in der Sprachen, Kulturgeschichte, Philosophie, Religionswissenschaft und Theologie gelehrt werden.Die Themen der Vorträge kreisten vor allem um Anknüpfungspunkte zwischen Calvins Theologie und der orthodoxen Theologietradition.
Vom 30. September bis zum 2. Oktober fand in Bratislava eine internationale Konferenz statt, in der unterschiedliche Aspekte der Kirchenverfolgung durch die kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa thematisiert wurden. Die Konferenz wurde organisiert vom slowakischen Institut des Nationalen Gedenkens, das mit der Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit betraut ist.
Die Lutherische Akademie, die im Zentrum von Riga gelegen ist, hat sich seit 2005 um die staatliche Anerkennung der von ihr angebotenen Ausbildung bemüht. Im Juni 2009 wurde nun entschieden, dass die Akademie einen staatlich anerkannten Bachelorabschluss in Theologie verleihen darf. Dieselbe Anerkennung wird auch für den Lehrgang Kirchenmusik erwartet, der ebenfalls angeboten wird.














